name: Messe Wien
Beschreibung:
Wettbewerb Juni 2006
Projektteam Wettbewerb: Gernot Ritter
Michael Stadler
Ein Dach für integrative IdentitätDie konzeptionelle Grundidee des Wettbewerbsbeitrages beschreibt eine geneigte Dachfläche als Park, die im Gegensatz zu den umliegenden ?temporären, monofunktionellen Nutzungsinseln? einen ganzjährigen Zugang des zu beplanenden Areals gewährleistet.
Diese Dachfläche wird durch verschiedenste
?Kolonialisierungsinterventionen? zu einem Ort der integrativen Raumbildung im bestehenden Quartier.
Sei es, dass im Sommer die Fläche als urbane Freifläche durch Stadtflaneure genutzt wird, oder im Winter u.a. als Spielfläche für Kinder.
Wegeführungen, die sich als Verbindungen aus den bestehenden Quartieren anbieten werden über das nutzbare Gründach als selbstverständlich in das Projekt integriert.
Unterstützung bestehender Qualitäten
Weiters versteht sich der Beitrag als städtebauliche Ergänzung an diesem Ort.
Bestehende Imageträger wie der Messeturm werden in
ihrer Zeichenhaftigkeit verstärkt und Hochhausbauten im Osten des Bauplatzes durch das stetige Ansteigen des Bauvolumens ?räumlich angekündigt?.
Energie-Gewinnung
Durch die speziellen Rahmenbedingungen im Planungsgebiet kann das projektierte Objekt seine benötigte Energie selbst erzeugen.
Darüber hinaus kann es den Überschuss ins öffentliche Netz einspeisen und damit Teile der umliegenden Gebiete versorgen.
Durch die speziellen Rahmenbedingungen im Planungsgebiet kann das projektierte Objekt seine benötigte Energie selbst erzeugen.
Darüber hinaus kann es den Überschuss ins öffentliche Netz einspeisen und damit Teile der umliegenden Gebiete versorgen.
Zur Energie-Erzeugung kann ein Heliostat-Kraftwerk dienen.
Dabei wird die Sonne unabhängig vom Tages- oder Jahresverlauf auf einen ortsfesten Punkt (Kollektor) konzentriert.
Die hierbei erreichte Konzentration des Sonnenlichts kann zur Heißdampferzeugung und damit zur Stromerzeugung in einem konventionellen Dampfkreisprozess ausgenutzt werden (solarthermisches Kraftwerk).
Zur stationären Abbildung des Sonnenflecks ist eine ein- oder zweiachsige Sonnennachführung des abbildenden Systems erforderlich.
Hier wird als spezielle Bauform ein Heliostat-Turmkraftwerk vorgeschlagen.
Der Heliostat besteht dabei aus einem Reflektorfeld von vielen Einzelspiegeln, die mit Hilfe eines computergenerierten Regelsignals, das aus den tages- und jahresabhängigen Sonnenwinkeln Zenit und Azimut errechnet, der Sonne nachgeführt wird.
Die Spiegel konzentrieren die Sonne auf einen Kollektor,
der sich auf einem Turm befindet.
Unter den speziellen Projekt-Randbedingungen bieten sich die Dächer der Messehallen zur Montage des Reflektorfeldes (bestehend aus vielen Einzelspiegeln) an (im Bild gelb dargestellt).
Das Dach ist zur Aufnahme der zusätzlichen Last geeignet, wenn die Schneelast durch Beheizung mit einem kleinen Teil der gewonnenen Energie elimiert wird. Die benötigten Kollektoren können auf den vertikalen Erschließungstürmen im Projektgebiet montiert werden
(im Bild rot dargestellt).
Um die gewonnene Energie auch für die Nutzung in der Nacht zu speichern, kann als Energieträgermedium anstatt von Wasser etwa geschmolzenes Salz (60% NaNO , 40% KNO ) 3 3 genutzt werden.
Seine hohe Wärmekapazität ermöglicht die Energieabgabe zu einem späteren Zeitpunkt.
Datum: 28.06.2006
Kunde:
Zusatzinfo:
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