Medienzentrum Wien

Das Medienzentrum

Eingebettet in ein klar definiertes und funktionierendes Ensemble wartet das bestehende Grundstück für das Medienzentrum  der Universität für Musik und darstellende Kunst  auf die Schließung einer Lücke.
Dieses „missing link“ wird im vorliegenden Projekt als Kubus mit einem Rücksprung im Erdgeschoß als Eingangszone vorgeschlagen.
Dieser Rücksprung liegt im Norden dem Campus zugeordnet und lässt die Haupterschließungen in den Baukörper eindringen. Dieser Rücksprung lässt zusätzlich einen Vorplatz entstehen, der die bestehende Parksituation in das Gebäude führt und Platz bietet für Fahrräder und Verweilzonen.

Die Gebäudetypologie ist ein Atriumhaus, das die inneren Erschließungen am Atrium führt.

Um dieses Atrium sind alle Räume organisiert und ergeben einen kompakten Kubus, trotz verschiedenster notwendiger Raumproportionen in Höhe und Tiefe.

Es entstehen Schwellenbereiche und Aufenthaltszonen, die in das Atrium gerichtet sind und so eine angenehme, ruhige Atmosphäre schaffen. Zudem ist es möglich die drei verschiedenen Institute jeweils horizontal in jedem Geschoß zu organisieren. Auch die Brandabschnitte – verbunden über 2 Stiegenhäuser als eigener Brandabschnitt - sind geschoßweise organisiert.

Mit der Verschiebung des Atriums aus der Quadratmitte ist wird auf die Anforderungen verschiedener Raumtiefen reagiert.

Alle Aufenthaltsräume sind nach außen orientiert und geben die Möglichkeit einer natürlichen Belichtung und Belüftung.

Von außen betrachtet ist das Gebäude mit einer in 2 Ebenen geschichteten, punktgehalterten  „Lochblech-Filterfassade“ versehen, die den Kubus mit einem homogenen Muster mit verschiedenen Blickdichten und Schattierungen überzieht. Sie ist an den Firstkanten aufgehängt und mit Punkthalterungen am Kern des Bauwerkes befestigt. Die Lochblech Maschenweiten betragen 4/4 cm und 10/10 cm, Stegbreite 1 bzw. 3 cm und sind auf Durchblicke, gefiltertes Licht und Sonnenschutz optimiert.

Diese Fassade lässt verschiedenste Ausblicke aus den diversen Funktionsräumen zu.
Durchsichtige Zonen, transluzente Zonen mit homogener Ausleuchtung, lassen je nach Funktionsanforderung im Inneren individuelle Raumatmosphären entstehen.